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PANIKATTACKEN

Informieren Sie sich ... Finden Sie Ihren Weg ... Leben Sie bewusst!

 


NOTFALLKOFFER:

  • Atme bewusst langsam und tief ein und noch langsamer aus. Dehne die Atempause zwischen Ausatmen und erneutem Einatmen künstlich etwas aus. Zähle in diesen Atempausen in Einerschritten langsam z.B. von Zehn bis auf Null zurück.

    Beispiel: Einatmen - Ausatmen - "Zehn". Einatmen - Ausatmen - "Neun", Einatmen - Ausatmen - "Acht" usw.
     
  • Iss eine Kleinigkeit. Stress und Aufregung führen zu einem gesteigerten Energieverbrauch, wodurch es unter Umständen zu einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) kommen kann. Die dadurch hervorgerufenen Symptome sind denen der Panik sehr ähnlich.
     
  • Verzichte bei Panikattacken, aber auch bei anderen Formen von Angststörungen, in jedem Fall auf Nikotin.
     
  • Trinke keinen Alkohol zur Beruhigung.
     
  • Spreche in aller Ruhe mit einem Arzt, einer Ärztin, einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten über deine Symptome.
     
  • Kämpfe nicht gegen die körperlichen Symptome der Angst an. Diese Symptome sind zwar sehr unangenehm, aber ungefährlich. Sie sind allesamt ein Zeichen dafür, dass dein Körper bei Angstgedanken richtig reagiert. Nicht die körperlichen Symptome sind verkehrt, sondern die Gedanken, die du dir zu den körperlichen Reaktionen oder dem Gefahrenobjekt machst.
     
  • Kontrolliere vielmehr deine Gedanken, statt deinen Körper. Beispiel: Wenn du bei Herzrasen an den Herzinfarkt deiner Tante denkst, dann sendest du deinem Körper verkehrte Signale. Der Körper meint dann fälschlicherweise, er sei in Lebensgefahr und mobilisiert restlos alles, um der (Todes-) Gefahr zu begegnen: So pumpt u.a. Ihr Herz schnell und viel Blut durch deinen Körper, um dich flucht- und kampffähig zu machen. Deshalb das Herzrasen.
     
  • Denke 'positiv': Beispiele: "Ja, dieser Schwindel ist sehr, sehr unangenehm, aber ich kann ja gar nicht ohnmächtig werden. Es wäre biologisch völlig unlogisch, wenn bedrohte Lebewesen ohnmächtig würden, denn gerade dann wären sie der Bedrohung ja erst recht ausgeliefert". Dem Verfasser dieser Seite ist übrigens auch kein einziger Fall bekannt, in welchem eine Person im Rahmen einer Panikattacke ohnmächtig wurde. Oder: "Dieses Stechen in der Brust und das Ziehen in meinem linken Arm - Nein, das ist kein Herzinfarkt! Ich brauche mir keine Angstgedanken zu machen. Schließlich war ich beim Arzt und mein EKG ist okay." In der Angst ist der Muskeltonus immer erhöht. Diese muskuläre 'Vorspannung' hat den biologischen Sinn, sofort volle Energie zum 'Kampf' oder zur 'Flucht' zur Verfügung zu haben.
     
  • Wenn der Angstanfall in einer speziellen Situation auftrat (z.B. Lift, Menschenansammlung, Parkgarage) und du diesen Ort fluchtartig verlassen hast, vermeide in Zukunft in keinem Fall diesen Ort. Am besten ist es, wenn du diese Situation trotz Angstgefühlen sogar extra aufsuchst. HABE dabei keine zu grosse Angst vor der Angst bzw. den körperlichen Angstsymptomen! Lass die gefürchteten Körperreaktionen ruhig aufkommen. Unser vegetatives Nervensystem sorgt von selbst dafür, dass sich die Angstgefühle und die körperlichen Begleitsymptome automatisch zurückbilden, wenn wir nur lange genug in der gefürchteten Situation verweilen!
     
  • Falls ein Arzt oder eine Ärztin dir in Notfallsituationen Beruhigungstabletten (z.B. Lexotanil) verschrieben hat, so solltest du diese Medikamente nicht länger als 2 Wochen einnehmen. Ausnahme: Eine längerfristige Einnahme wurde ärztlich verordnet.
     
  • Suche dir bald eine(n) verhaltenstherapeutisch orientierte(-en) Psychotherapeuten (-in). Angststörungen sind psychotherapeutisch gut behandelbar.
     

Hier einige Links, bei denen du die für dich passende Beratungsstelle bzw. Selbsthilfegruppe in deiner Nähe finden kannst.

www.selbsthilfe.at

www.beratungsstellen.at

 

Hilfe für Angehörige und Freunde psychisch Erkrankter
www.hpe.at