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Karoline Giglmayr
Tierenergetik mit Schwerpunkt Sterbebegleitung (Projekt in Planung)
weiters: Themen rund um die Geburtsvorbereitung, eine möglichst selbstbestimmte Geburt und die wertvolle Zeit "danach"
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Angebote

Sterbebegleitung für Tiere

 

Und meine Seele spannte

weit ihre Flügel aus.

Flog durch die stillen Lande,

als flöge sie nach Haus.

 

(Joseph Freiherr von Eichendorff)

 

 

Die Geburt der Seele in eine andere Dimension

 

 

AKTIVE STERBEBEGLEITUNG FÜR TIERE 

 

 

Ein auf den ersten Blick recht trauriges Thema, doch betrachtet man den letzten Lebensweg und das Sterben aus energetischer und spiritueller Sicht, ist das Beiwohnen und aktive Begleiten ein Vorgang erhabener Art, der bereichert und einen mit Liebe und Frieden erfüllt.

Es soll uns eine Ehre sein, unsere geliebten Haustiere, welche uns für geraume Zeit treue Begleiter waren,  auf ihrem letzten Weg zu unterstützen.

 

                               „Ich will Dir ein Tier für eine Weile leihen“, sprach Gott

                                           „damit es Dich bezaubert und erfreut.

                     Wirst Du es lieben und auf es aufpassen, bis ich es zurückrufe ? - Danke.“

 

 

Für die Menschen hat sich durch die aufkommende Hospizbewegung in den letzten Jahren ziemlich viel zum Positiven gewendet und das Sterben in Würde hat einen hohen Stellenwert erhalten. Die Auseinandersetzung mit Tod und Sterben bei Tieren ist in unserer Gesellschaft jedoch noch ein ziemliches Tabu und die „gängige“ Variante, sein Haustier aus dem Leben zu verabschieden ist leider immer noch das Einschläfern, auch Euthanasie genannt (was übersetzt „schöner Tod“ bedeutet, jedoch in den meisten Fällen alles andere als „schön“ für das betroffene Tier ist). Ich bin nicht unbedingt ein strikter Gegner vom Einschläfern, es kann in gewissen Fällen vielleicht wirklich hilfreich sein, aber in der Mehrzahl kommt die Todesspritze viel zu früh zum Einsatz. Sensible Tierärzte werden berichten können, wie langwierig manchmal die Ablösung der Seele sein kann, trotz des vermeintlichen nach“helfens“, und welch Todeskampf sich im Verborgenen, nicht bemerkbar, weil das Tier ja  bewegungsunfähig gemacht wurde, abspielt.

Es ist ein Irrglaube, daß man dem Tier mit der Fahrt zum Tierarzt, um es einschläfern zu lassen, einen Gefallen tut, es vom Leiden erlöst. Meist sind es die Tierbesitzer selbst, die, bewusst od.  unbewußt, sich auf das Kommende, Ungewisse nicht einlassen können, sich nicht damit konfrontieren wollen, sich der Tatsache nicht stellen können, bzw. nicht loslassen können. Der aus Unwissenheit entstehende „Klammer-Effekt“ macht es Mensch wie Tier umso schwieriger.

 

                           „Willst du das Leben begreifen, sieh, wie das Sterben geschieht.“

                                                                               (Philosophie aus der Yoga-Lehre)

 

Tiere sind sehr wohl auch, genau wie der Mensch, mit allem ausgestattet, um den Sterbeprozess alleine, bzw. wenn gewünscht mit unserer Begleitung und Unterstützung zu schaffen, sprich u.a. die Ausschüttung von Amphetaminen in einer gewissen Sterbephase, welche den Körper weitgehend schmerzunempfindlich machen.

Auch das Verhalten in der „stürmischen Phase“ wird meist falsch gedeutet: als Aufbäumen gegen den Tod, was es aber nicht ist. Und ein Eingreifen, in Form von "nachhelfen", "erlösen", ... aufgrund dieses Missverständnisses können das seelische Leiden erhöhen und den Entwicklungsprozess stören.

Ja, der Ablöseprozess der Seele verläuft in Phasen (in 5 Phasen) und wir tun alle gut daran, uns rechtzeitig damit auseinanderzusetzen. Wenn dann die Zeit des Abschieds gekommen ist, wird man genug sensibilisiert sein und intuitiv spüren, auf welche Weise das Tier aus dem Leben scheiden will. Möchte es mit sich alleine sein und ohne Anwesenheit (s)eines Menschen den Weg über die Regenbogenbrücke gehen (solche Tiere sterben dann meist über Nacht, oder zu einem Zeitpunkt, wenn Herrchen od. Frauchen in der Arbeit sind, oder gerade mal – womöglich eh nur kurz -  weg müssen für eine Erledigung oder einen Einkauf …), oder will es Beistand und Unterstützung annehmen. Ein Vorteil besteht für die Tierbesitzer, die in  Tierkommunikation geübt sind, da durch den gedanklichen Austausch präzise Antworten über das momentane Befinden und die konkreten Bedürfnisse empfangen werden. Tiere haben eine andere Einstellung zum Sterben, als es bei uns normalerweise der Fall ist. Ganz selbstverständlich akzeptieren sie den Tod, so wie es eben sein soll – ohne Furcht oder Panik. Er gehört zum Leben.

Oder signalisiert es, daß der Loslaßprozess, aus welchen Gründen auch immer (womöglich durch das bewusste od. unbewußte „Klammern“, wie oben erwähnt, von Herrchen od. Frauchen ??? weil sich die Gefühle natürlich auf das Tier übertragen) nicht so recht voranschreiten will und es aus eigener Kraft den Übergang nicht schafft, daß Hilfe von Außen sogar erwünscht ist? Dann wäre die beste Lösung aber, den Tierarzt zu sich nach Hause zu rufen, und die Euthanasie in häuslicher Umgebung durchführen zu lassen. Viele Tierärzte sind bereits aufgeschlossen genug, daß man dieses Thema vorab bereits besprechen kann und, sollte die Spritze wirklich vonnöten sein, dem Wunsch nachgekommen wird.

 

                                   „Gott wünscht, daß wir den Tieren beistehen …“

                                                                         (Hl. Franziskus v. Assisi)

 

Natürlich wünscht und hofft jeder bis zuletzt, daß es noch Heilung gibt, vielleicht noch ein Wunder geschieht, … das ist ganz normal - und manchmal geschieht es ja auch ! 

 Aber eigentlich: was bedeutet Heilung – heil werden ? Einmal die wirkliche Gesundung, aber zum anderen  – anders betrachtet – kann FÜR DIE SEELE heilen manchmal auch bedeuten, daß sie erst heil wird (od. werden kann) im Übergang in die andere Dimension. 

 

  „In dem Moment, als die Raupe dachte, die Welt geht unter, wurde sie zum Schmetterling.“                                                                         
                                                                                       

Hilfestellung kann aber auch ohne direktes Kommunizieren gegeben werden. Als hilfreich gelten Farben, entweder in Form von Licht (z.B.farbige Spotbirnen in Gelb od.Orange für die 1.Phase, Blau für die 2.Phase, Rot für die 3., Grün = 4.Phase, Violett = 5. Phase), oder Tücher/Decken  in genannten Farben.

Auch Bachblüten haben sich sehr bewährt: v.a. Walnut, Sweet Chestnut, Oak, Gorse und Wild Rose. 

Heilsteine, die unterstützend wirken können sind: roter Turmalin, Bernstein, Bergkristall, Rosenquarz, Lapislazuli.

Berührung in Form von Streicheleinheiten, od. „Pfote-halten“, aber auch durch heilendes Strömen (vgl. Jin Shin Jyustu) tragen ein Stück weit zu einem friedvollen Übergang bei. Ja, diese Heiltechnik, eigentlich HeilKunst, hat sich im Sterbeprozess als äußerst hilfreiche und sanfte Form erwiesen ( – v.a. die Energiepunkte 4, od. ev. 4 gemeinsam mit Energiepunkt 13). Und das schöne an diesen Berührungen ist, daß sie sowohl dem Berührten gut tun, als auch Harmonie im „Care-giver“ entstehen lassen.  In vielen Erfahrungsberichten von Jin-Shin-Jyutsu-Praktikern und Angehörigen, welche „ihre“ geliebten Menschen in deren letzter Zeit begleitet haben, ist nachzulesen, daß Sterbende, auch wenn sie vorher noch so sehr mit dem Tod gehadert hatten, nach „Ström-Einheiten“ friedlich, und mit sich und der Welt versöhnt, würdig Abschied nehmen konnten.  Gleiches gilt natürlich auch für unsere Tiere.

Weiters können  Meditation  oder Affirmationen, wie „Ich lasse Dich los und wünsche Dir eine gute Reise ins Licht“  helfen.

Auch Mantras haben eine kraftvolle Wirkung, besonders, wenn sie gesungen werden. Und zur Begleitung im Sterbeprozess kann ich das „Loslass-Mantra“, wie ich es zu nennen pflege, das Mantra „Shiva Shambo“ empfehlen. (Melodie u. Text u.a. in www.youtube.com zu finden).

Strömen und gleichzeitiges Mantra-singen ist meines Erachtens eine ganz besondere Kombination, welche das Ablösen der Seele auf behutsame Weise fördert.

 

                                   „Von der Erde zum Himmel ist es nicht weit.“

                                                

 

Und diese wunderschöne, innige Bindung, die während dieser kostbaren gemeinsamen Zeit nochmal auf wunderbare Art entsteht, lässt trotz allem ein schönes und gutes Gefühl zurück, nicht nur Trauer. Trauer ja, auch, auf eine eigene Weise. Und natürlich fließen Tränen, dürfen und sollen sie auch – Tränen reinigen.  Es ist, als ob man durch den Dienst, den man erweisen darf, für sich selbst schon das erste große Stück Trauerarbeit geleistet habe. Vieles klärt sich, man erfährt/spürt Dankbarkeit, ist eingehüllt von Liebe und Frieden, nichts mehr bleibt offen, als ob sich Missverständnisse, Fragen und womöglich schlechtes Gewissen von Früher in Luft aufgelöst hätten.

 

   "Sein Tier im Sterben zu begleiten, ist wohl das größte Geschenk, das man ihm machen kann."                                                                                              (aus: Wenn Tiere ihren Körper verlassen)                              
                                                                                     
                            

Es lohnt sich wirklich, sich hin und wieder mit dem Thema Tod und Sterben auseinanderzusetzen und es auch anderen Menschen ins Bewusstsein zu rufen, Hinweise und Informationen weiterzugeben. Das Leben ist nun mal ein ständiger Wandel von Kommen und Gehen und wir sind ohnehin ununterbrochen von Entstehen und Vergehen umgeben – das Pflanzenreich, die Jahreszeiten, ja sogar in und an unserem Körper vollzieht sich dieser Prozess, wenn auch im Kleinen, Unscheinbaren,  immerwiederkehrend und unaufhörlich. Es herrscht ständige Transformation auf den verschiedensten Ebenen.

 Und, egal ob man ein tierisches oder menschliches liebes Wesen loslassen muss, je mehr man  um die Vorgänge Bescheid weiß, umso leichter fällt es allen Beteiligten, mit der Situation umzugehen und umso entspannter, friedlicher und erfüllender gelingt der Abschied.

 

                                                    „Auf ein Wiedersehen !“  

 

 

Buchtipps:

 „Wenn Tiere ihren Körper verlassen“ Sterbebegleitung für Tiere, Sabine Arndt,Petra Kriegel

„Exkarnation Der große Wandel“,  Rosina Sonnenschmidt

„Farb- und Musiktherapie für Tiere“,  Rosina Sonnenschmidt

„Tiere erzählen vom Tod“,  Penelope Smith

„Tiere und das Sterben“,  Paloma Bärtschi-Herrera

„A Touching Good-Bye“,  Judith B. Andry