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AUTISMUS

Informieren Sie sich ... Finden Sie Ihren Weg ... Leben Sie bewusst!

 

 

NOTFALLKOFFER:

 

 

Selbsthilfeorganisationen bieten Beratung und Erfahrungsberichte für Autisten und deren Angehörige

 

www.rainman.at
www.autismus-owl.de

 


Informationen für Angehörige

Autistische Störungen eines Kindes/nahen Angehörigen beeinflussen das Familienleben – in emotionaler und praktischer Hinsicht – meist massiv. Die entstehenden alltäglichen Belastungen führen bei einigen Eltern und Geschwistern dazu, dass sie sich selbst überfordern, eigene Bedürfnisse vernachlässigen und die Kräfte so allmählich schwinden. Ehepartner machen sich oft gegenseitig Vorwürfe, gesunde Geschwisterkinder fühlen sich nicht genug beachtet. Doch gerade der familiäre Zusammenhalt, die Stärke und das Engagement der Angehörigen tragen entscheidend zur Entwicklung und Förderung des Patienten bei.


Nimm Hilfe in Anspruch

Um die/den pflegende(n) Angehörige(n) zu entlasten, kann eine stundenweise Aufsicht für den Patienten beantragt werden. Ferner gibt es Kurzpflegeeinrichtungen, die autistische Kinder einige Wochen betreuen, um der Familie einen Urlaub ohne Sorge und Verantwortung für das autistische Kind zu ermöglichen. Eine weitere wichtige Möglichkeit ist die Elternberatung und -schulung durch qualifizierte Psychotherapeuten. In speziellen Kursen erfahren Eltern und Angehörige theoretische Hintergründe über die Erkrankung und ihre Behandlungsmethoden; sie erlernen in Form von Rollenspielen Strategien, wie sie in bestimmten Situationen reagieren können, und tauschen Erfahrungen mit anderen Angehörigen aus. In den meisten Fällen verbessert sich durch ein solches Training sowohl die Beziehung zwischen dem von Autismus betroffenen Menschen und seinen Angehörigen als auch das Familienklima generell. Zudem können sich Angehörige zum emotionalen und praktischen Austausch Selbsthilfegruppen anschließen.

 

 

Was du tun kannst?

  • Versuche, die Erkrankung zu akzeptieren und sie zu verstehen.
  • Informiere dich sich ausführlich über autistische Störungen und die mit der Erkrankung verbundenen Besonderheiten. 
  • Kläre alle Kontaktpersonen über die Erkrankung deines Kindes auf.
  • Wende dich an einen erfahrenen Kinder- und Jugendpsychiater, lasse dich ausführlich hinsichtlich Therapie- und Förderungsmöglich-keiten beraten.
  • Prüfe deine Wohnungssituation und die nähere Umgebung auf mögliche Gefahrenquellen, nahe Therapieangebote, entsprechende Betreuungseinrichtungen, hilfsbereite Nachbarn etc. Stell Anträge für eventuelle Kostenübernahme bzw. finanzielle Unterstützung.
  • Hemm ein autistisches Kind nicht in seiner Entwicklung. Fördere es im richtigen Maße – reagieren nicht überängstlich, traue ihm etwas zu, aber verlange nicht etwas, das es nicht leisten kann.
  • Setze realistische Therapieziele. So werden Fortschritte schneller sichtbar.
  • Denke auch an dich! Nur erholt und entspannt, hast du genug Kraft für Ihre Familie.
  • Vermeide unbedingt Schuldzuweisungen – gegenüber dich selbst und anderen Familienmitgliedern. 
  • Und: Bleibe gegenüber ungeprüften Heilmethoden ruhig und gelassen, besonders, wenn diese schnelle und vollständige Heilung bei oft ungeheurem Aufwand an Zeit und Geld versprechen.


 

 

 

 

 
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